Der Ursprung dieser Rinderrasse liegt in Westafrika - im ehemaligen Königreich Dahomey, dem heutigen Benin. Der Zwergwuchs entstand nicht durch Züchtung sondern durch Anpassung an bestehende Umweltbedingungen.
Ziel der Zuchtarbeit in Deutschland ist die Erhaltung und Erweiterung der Population in Reinzucht.
Das Dahomeyrind verfügt über eine Reihe positiver Eigenschaften, die zielgerichtet erhalten werden müssen:
1.
Wegen ihres geringen Gewichtes verursachen die Tiere kaum Trittschäden und eignen sich deshalb hervorragend für den Einsatz in der Landschaftspflege – Regionen und Flächen, die von anderen Rinderrassen schwer zu beweiden sind, z. B. Pferdeweiden, feuchte Flächen, Splitterflächen, Almen.

2.
Die Rasse wird extensiv gehalten, da sie sich durch Genügsamkeit bei der Futteraufnahme und  problemlose Verwertung von überständigem und energiearmem Futter auszeichnet.

3.
Hervorragende Kalbeeigenschaften – sehr leichte Geburten aufgrund günstiger Beckenlage der Kühe und geringer  Geburtsgewichte der Kälber – erleichterten die Haltung der Tiere.

4.
Bezeichnend ist die Langlebigkeit der Tiere.

5.
Die Tiere sind im Charakter wesensstark, standorttreu, temperamentvoll, umgänglich und ursprünglich.

Folgende Wege zur Minimierung der Inzuchtdepression in der Population sollen zukünftig verstärkt gegangen werden:

1.
Durch Erfassung möglichst vieler Tiere z. B. aus zoologischen Gärten und von bisher nicht organisierten Züchtern muss der Genpool in Reinzucht verbreitert werden.

2.
Die zentrale Dokumentation und Datenerfassung im „CattleManager“ des Rasseverbandes ist unerlässlich.

3.
Zuchttiere müssen gezielt über den Rasseverband vermittelt und angepaart werden.

4.
Mit der notwendigen Erhöhung der effektiven Populationsgröße muss sich auch die Anzahl der Vatertiere erhöhen.

5.
Über den Deckbulleneinsatz, Bullenrotation und besseren Tieraustausch muss die Varianz in der Population erhöht  werden.

Weitere anzustrebende Ziele zur Verbesserung und Gesunderhaltung der Rasse sind:

1.
Tiere mit einer leicht kuhhessigen Hinterbeinstellung entsprechen dem anzustrebenden äußeren                             
Erscheinungsbild. Züchterisches Ziel ist weder die parallele noch die stark kuhhessige Hinterbeinstellung.

2.
Alle zur Zucht vorgesehenen Bullen werden auf Chondrodysplasie (Bulldog-Gen) untersucht und Trägertiere von der Zucht ausgeschlossen. Im Verdachtsfall erfolgt die Ausweitung dieser Forderung auch auf weibliche Tiere.
 

Zuchtziel

dekopf

Verband der Züchter und Freunde des Europäischen Dahomey-Zwergrindes

 

Bei Interesse an Dahomey-Zuchttieren wenden Sie sich bitte an unseren Zuchtbuchführer und Zuchttiervermittler:
Steffen Kelle
Mail:
nandlhof@gmx.de